OPC

OPC steht für "OLE for Process Control" (OLE: Object Linking and Embedding) und ist ein offener Schnittstellen-Standard. Er basiert auf der OLE/COM und DCOM-Technologie und ermöglicht einfachen, standardisierten Datenaustausch zwischen Automatisierungs- und Steuerungs-Anwendungen, Feldgeräten sowie Büroanwendungen. Mit Windows-Technologie und OPC lassen sich Steuerungs-Hard- und Software beliebig kombinieren, ohne dass man eine Vielzahl spezieller Treiber benötigt. 1995 setzten sich internationale Unternehmen aus dem Bereich der Automatisierungs- und Visualisierungstechnik zusammen, um diese Technologie auch der Automatisierungstechnik zugänglich zu machen.

Die OPC-Schnittstelle steckt vollständig in der Software, die auf einem PC als Plattform für Bedien- und Beobachtungssysteme oder andere Anwendungen läuft. Sie liegt unterhalb des Anwendungsprogramms und ist vollständig durch Software implementiert. OPC konkurriert also nicht mit Bussystemen wie z.B. dem PROFIBUS, sondern verbindet Anwendungsprogramme und Baugruppentreiber auf einem Computer miteinander.

Ein OPC-Server wird von einem Hersteller als "Dienst-Erbringer" zum Zugriff auf Daten bereitgestellt. Verschiedene Hersteller bieten unterschiedliche OPC-Server mit unterschiedlichen Eigenschaften für verschiedene Einsatzgebiete an. Ein OPC-Server könnte beispielsweise die über den PROFIBUS erreichbaren Daten anbieten, ein anderer könnte den Zugang zu einer speicherprogrammierbaren Steuerung herstellen.

Ein OPC-Client als Nutzer der Dienste ist nicht auf einen Server beschränkt, sondern kann im Rahmen der Leistungsfähigkeit des Systems beliebig viele OPC-Server nutzen. Da die Art des Datenzugriffs für alle OPC-Server gleich ist, kann mit vergleichsweise geringem Aufwand ein OPC-Server gegen ein Produkt eines anderen Herstellers ausgetauscht werden.

Die Daten des Feldbusses werden im OPC-Server entsprechend der Spezifikation aufbereitet, und dem OPC-Client übergeben. Für den Client ist es daher ohne Bedeutung welcher Feldbus die Daten bereitstellt – der OPC-Server sorgt als Datenkonzentrator für eine einheitliche Softwareschnittstelle bzw. Dateninterpretation.
 

Nachteile von OPC gegenüber den direkten IBS-Fabrikatsmodulen

Wie effektiv ein OPC-Server arbeitet, hängt trotz der standardisierten Schnittstelle natürlich zu einem großen Teil vom eingesetzten OPC-Server ab. Je nach Hersteller unterscheidet sich die Qualität teilweise erheblich. Hat sich der Hersteller sehr eng bei der Programmierung an die Konformitätsklauseln der "OPC-Foundation" gehalten, so kommt es zu den wenigsten Problemen.

Die IBS-Fabrikatsmodule sind in jeden Fall der OPC-Anbindung vorzuziehen, da sie eine direkte Anbindung ohne zusätzliche Schnittstelle (OPC) ermöglichen. Mit Ihnen lässt sich alles was die DDC-Unterstation bereithält (auch Zeitschaltkataloge) komplett und ohne Probleme bedienen. Die komplette Bedienung lässt sich im IBS auch über eine normale Modem-Wählverbindung realisieren.

Existiert zu einem Fabrikat kein IBS-Fabrikatsmodul, so ist der Einsatz von OPC-Technologie eine sinnvolle Alternative.




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